Ein neuer Bericht von Inspektoren des US-Ministeriums für Innere Sicherheit (DHS) bestätigt, dass einige Migranten im Haftzentrum "Alligator Alcatraz" in Florida in Käfigen gehalten wurden, die kleiner als eine Telefonzelle sind. Diese Käfige hatten die Maße von 4 mal 4 Fuß (etwa 16 Quadratfuß) und wurden als Ort zur Bestrafung von Migranten verwendet. Dieser Bericht ist das erste Mal, dass das Vorhandensein solcher Käfige in diesem Zentrum bestätigt wird.
Unangemessene Bedingungen und Kritik
Der Bericht der Inspektoren verweist auch auf die Kritik an den unmenschlichen und unangemessenen Bedingungen in diesem Zentrum. In früheren Berichten hatte Amnesty International, basierend auf Interviews mit Zahnärzten und Besuchen des Zentrums, diese Käfige als eine Art Folter beschrieben und eine Untersuchung des Kongresses gefordert. Die DHS-Inspektoren wiesen in ihrem Bericht darauf hin, dass die Nutzung solcher engen Räume unüblich und inakzeptabel sei und nicht mit den Standards menschlichen Verhaltens übereinstimme.
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Geschichte und Gründung des Haftzentrums
Das Haftzentrum "Alligator Alcatraz" wurde im Juli 2025 in Everglades gegründet und von der Regierung von Ron DeSantis errichtet. Dieses Zentrum wurde als Teil des 287(g)-Abkommens zwischen dem Bundesstaat und der Bundesregierung geschaffen, das staatlichen Behörden erlaubt, bestimmte Einwanderungsdurchsetzungsaufgaben zu übernehmen. Währenddessen hat die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) die Verantwortung für die Überwachung dieses Zentrums.
Allerdings hat das Ministerium für Innere Sicherheit behauptet, dass es keine Kontrolle über die täglichen Operationen dieses Zentrums hat und dass es keinen Vertrag mit der Regierung von Florida zur Verwaltung des Zentrums gibt. Diese Aussagen wurden als Antwort auf die Kritik und Fragen zu den Haftbedingungen von Migranten in diesem Zentrum gemacht.
Reaktionen und Konsequenzen
Das Büro von Ron DeSantis, dem Gouverneur von Florida, hat auf Anfragen nach Kommentaren zu diesem Bericht nicht reagiert. DeSantis und Trump beschrieben während eines Besuchs dieses Zentrums, dass es Teil ihrer Bemühungen sei, Migranten umfassend abzuschieben. Doch die Nutzung von temporären Wohnanlagen und die Verwundbarkeit der Inhaftierten gegenüber extremen Wetterbedingungen führten sofort zu Kritik von Demokraten und Unterstützern der Rechte von Migranten.
Das Haftzentrum wurde im Juni 2026 geschlossen, und DeSantis erklärte, dass dieses Zentrum immer als temporäres Zentrum konzipiert war. Migranten wurden entweder in ihre Heimatländer zurückgeführt oder in andere Bundeszentren verlegt. Der Bericht von Amnesty International über dieses Zentrum im September 2025 beschrieb unmenschliche und unhygienische Bedingungen, einschließlich überlaufender Toiletten und der Exposition gegenüber Insekten und 24-Stunden-Licht.
Laut dem Bericht der Inspektoren wurden 79 Migranten über einen Zeitraum von sechs Monaten vom 17. Juli 2025 bis zum 18. Januar 2026 in diesen 16 und 18 Quadratfuß großen Metallkäfigen gehalten. Die durchschnittliche Haftzeit betrug fast eine Stunde, und die längste Zeit, die eine Person in diesen Käfigen verbrachte, wurde mit fast zwei Stunden angegeben. Diese Bedingungen und die erste offizielle Bestätigung des Vorhandenseins solcher Käfige haben viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und könnten zu weiteren Untersuchungen in der Zukunft führen.
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