Washington — Im September 2023 kamen Elon Musk, Mark Zuckerberg, Sam Altman und andere Technologiegiganten mit Senatoren im Kongress zusammen, um über das zu diskutieren, was Musk als "zivilisatorische Gefahren" der künstlichen Intelligenz bezeichnete. Drei Jahre später haben diese Technologiegiganten ihre Investitionen in künstliche Intelligenz erhöht, und der Kongress hat noch kein umfassendes Gesetz zur Begrenzung oder Schaffung von Sicherheitsrahmen für diese schnelllebige Technologie verabschiedet.
Uneinigkeit im Kongress
Trotz der Durchführung zahlreicher Ausschüsse und der Bildung von Forschungsteams zur Untersuchung der künstlichen Intelligenz gibt es im Repräsentantenhaus oder im Senat der USA noch keine Einigung darüber, wie mit diesem Thema umgegangen werden soll. Dieses Versagen wurde kürzlich durch den Rücktritt von drei KI-Forschern aus großen Unternehmen, die die Bedenken hinsichtlich der Kontrolle dieser Technologie anerkannten, hervorgehoben. Jacob Coxon, der von Anthropic zurückgetreten ist, schrieb in einem Post: "Die Menschen, die künstliche Intelligenz entwickeln, glauben ernsthaft, dass sie uns bis zum Ende des Jahrzehnts umbringen könnte."
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Aufrufe zum Handeln
Anthropic, der Hersteller des Chatbots Claude, gab am Donnerstag bekannt, dass einige Benutzerkonten, die mit Regierungen oder ausländischen Militärs in Verbindung standen, aufgrund von verdächtigen Ermittlungen, die möglicherweise zur Entwicklung biologischer Waffen beitragen könnten, gesperrt wurden. Diario Amodei, CEO von Anthropic, veröffentlichte ebenfalls einen Artikel, in dem er erklärte, dass die Fortschritte in der künstlichen Intelligenz sehr schnell voranschreiten und Unternehmen absichtlich die "Fortschrittsgeschwindigkeit" reduzieren sollten. Diese Idee wurde von Altman und Musk unterstützt.
Trotz dieser ernsthaften Warnungen scheinen die Gesetzgeber vor dem Wahltag keine Maßnahmen zur Bekämpfung der Gefahren der künstlichen Intelligenz zu ergreifen. Lori Trahan, eine demokratische Abgeordnete aus Massachusetts, forderte als Reaktion auf Coxons Post die Verabschiedung des "Frontier"-Gesetzes, das sie zusammen mit dem republikanischen Abgeordneten Jay Obernolte aus Kalifornien verfasst hat. Dieses Gesetz schafft neue Sicherheits- und Transparenzregeln für große Unternehmen der künstlichen Intelligenz.
Der Kongress steht in den letzten Wochen angesichts der zunehmenden Bedenken über die Gefahren der künstlichen Intelligenz unter Druck. Doch die republikanische Führung des Repräsentantenhauses hat gezeigt, dass sie nicht bereit ist, umfassendere Vorschriften in diesem Bereich zu priorisieren. Mike Johnson, der Sprecher des Repräsentantenhauses, erklärte, dass künstliche Intelligenz ein wichtiges Thema sei, aber man könne nicht schnell handeln.
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