Mike Johnson, der Sprecher des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten, gestand heute ein, dass der Krieg von Präsident Donald Trump gegen den Iran und die daraus resultierenden Unruhen in der Straße von Hormus die Preise für Amerikaner in die Höhe getrieben haben. Johnson sagte vor Journalisten nach einer GOP-Sitzung: "Es ist offensichtlich, dass die Preise für Benzin und Diesel derzeit sehr hoch sind. Der Grund dafür ist ganz einfach und hängt mit der Straße von Hormus zusammen. Wir müssen den Handel in dieser Region stabilisieren."
Wirtschaftliche Folgen des Krieges
Johnson erklärte, dass die Preise schnell sinken werden, sobald die Situation in der Straße von Hormus geklärt ist. Er fügte hinzu: "Die Benzinpreise werden sofort sinken. Auch die Lebensmittelpreise werden aufgrund ihrer Verbindung zu den Transportkosten sinken." Diese Äußerungen zeigen, dass die Republikaner ihre Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs vor den Zwischenwahlen verloren haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass der einzige Weg, mit den wirtschaftlichen Folgen dieser Situation umzugehen, darin besteht, sie direkt anzugehen.
Steigende Unzufriedenheit mit den Republikanern
Eine aktuelle Umfrage von The New York Times und der Siena University hat ergeben, dass 38 Prozent der potenziellen Wähler mit Trumps Leistung zufrieden sind. Im Bereich Wirtschaft, der für die Wähler das wichtigste Thema ist, liegt dieser Wert bei 39 Prozent und im Bereich Lebenshaltungskosten bei 28 Prozent. Außerdem haben 31 Prozent der Wähler Trumps Umgang mit dem Iran-Krieg positiv bewertet. Diese Umfrage hat zu einem besorgniserregenden Ergebnis geführt: Wähler vertrauen den Demokraten jetzt mehr in Bezug auf die Wirtschaft (mit 7 Punkten), die Lebenshaltungskosten (mit 8 Punkten) und sogar das Haushaltsdefizit (mit 10 Punkten).
Die Demokraten hoffen, von dieser Situation zu profitieren. Hakeem Jeffries, der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, beschrieb den Iran-Krieg als "einen gefährlichen und kostspieligen Krieg", den Trump entfesselt hat und der den Amerikanern geschadet hat. In der Vergangenheit haben die Republikaner von dem Vertrauen der Wähler in wirtschaftlichen Fragen profitiert, aber diesmal scheint sich die Lage geändert zu haben.
Johnson ging auch auf die Kritik an der vorherigen Regierung ein und sagte: "Wir sind noch nicht dort. Der Wandel braucht Zeit. Wir kommen aus einer sehr katastrophalen Situation, die wir von der Biden-Harris-Regierung geerbt haben."
Wirtschaftsberichte zeigen, dass der Iran-Krieg mehr als ein Drittel des Anstiegs der Inflation in diesem Jahr ausmacht. Außerdem erreichte die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen 5,04 Prozent, den höchsten Wert seit 2007.
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